Wie es ist, ein anderer zu sein

Jeder Mensch hat wohl schon darüber nachgedacht, wie es wäre, ein anderer zu sein. Da stellt sich natürlich die Frage, wer man selber ist und ob es überhaupt möglich wäre, als „Ich“ in einen anderen Körper zu reisen oder ob der eigene Körper für das persönliche Selbstgefühl so maßgeblich ist, das das Gedankenspiel mit seinem „Ich“ in einem fremden Körper die Welt aus dessen Augen zu sehen, von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. In diesem Seminar gibt es zwei deutlich geschiedene Teile. Im ersten - dem theoretischen - philosophieren wir über die Frage, was „Ich“ und „Selbst“ sein könnten. Im zweiten werden wir versuchen, das Gedankenexperiment, die Welt mit den Augen eines anderen zu sehen, zumindest fühlbar zu machen. Zu diesem Zweck lernen wir in einem Körpertraining unsere eigene Körpersprache zu verändern. Anschließend werden wir von Kostüm - und Maskenbildnern gemäß einer Wunschfigur angezogen und geschminkt, um dann in der Stadt unter die Leute zu gehen und zu erfahren und zu fühlen, wie sie auf diese völlig veränderte Erscheinung reagieren. Die Erfahrungen werden am Ende der Veranstaltung gesammelt und debattiert.

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